EnergieAgentur Mittelfranken e.V., Wilhelm-Spaeth-Straße 79, 90461 Nürnberg
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Aktuelle Meldungen


Effiziente Druckluftanlagen: Druckluftsysteme im produzierenden Gewerbe

(Vi, Ku) In der Ausgabe 6/2010 der Zeitschrift "Elektropraktiker" wurde ein Artikel der EnergieAgentur Mittelfranken e.V. über den effizienten Betrieb von Druckluftanlagen veröffentlicht. Die Autoren des Artikels zeigen auf, dass sich die Effizienz von Druckluftanlagen schon durch kostengün
stige Maßnahmen wie das Beheben von Leckagen erheblich steigern lässt. Aber auch langfristige und kostenintensivere Maßnahmen können einen großen Einfluss auf die Betriebskosten haben. Einige mögliche Maßnahmen werden in dem Artikel vorgestellt und besprochen.

Den Artikel "Effiziente Druckluftanlagen"  finden Sie => hier

 


EnergieManager (IHK): Weiterbildung zur Fachkraft für effiziente Energietechnik und betriebliches Energiemanagement

(Vi, IHK) Die IHK Nürnberg bietet zum 12. mal die berufsbegleitende Qualifizierung mit Zertifikat
zum bundesweit anerkannten EnergieManager (IHK) | European EnergyManager an. Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, eigene Mitarbeiter zu Energiemanagern ausbilden zu lassen. Der Vorteil für das Unternehmen liegt auf der Hand: ein in Sachen Energieeffizienz geschulter Mitarbeiter kann am besten das ungenutzte Energie-Einsparpotenzial im eigenen Unternehmen erkennen. Zahlreiche Firmen in Mittelfranken haben bereits gute Erfahrungen mit einem hausinternen Energiemanager gemacht.

Auf Grund der großen Nachfrage bietet die IHK Nürnberg dieses Jahr außerplanmäßig ein zweites Training an.  Einige Restplätze für sind noch frei. Zur Anmeldung senden Sie den ausgefüllten und unterschriebenen Anmeldeflyer an die IHK Nürnberg .

Das EnergieManager Training in Nürnberg startet erneut am 30. Juli 2010.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internet-Seite der IHK  => hier

Den Info-Flyer mit der Anmeldung finden Sie => hier


Haushaltssperre aufgehoben: Wieder grünes Licht für das Marktanreizprogramm

(Vi,BAFA) Mit dem Bundeshaushalt 2010 hat der deutsche Bundestag eine qualifizierte Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für erneuerbar Energien (MAP) beschlossen. Am 07.07.2010 wurde  die Sperre vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wieder aufgehoben. Somit könnnen beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Anträge auf Fördermittel gestellt werden.

Gleichzeitig gelten seit den 12. Juli 2010 neue Förderrichtlinien. "...So konzentriert sich die Förderung von jetzt an auf die innovativsten Technologien , weil deren Wirtschaftlichkeit ohne zusätzliche Fördermittel nicht gegeben ist.  Dazu zählen u. a. Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Solarkollektoren zur Kälte- und Prozesswärmeerzeugung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau, da hier eine bundesweite Nutzungspflicht nach dem Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz besteht. Ebenso entfällt künftig eine Förderung für bereits breit im Markt etablierte Technologien wie z. B. Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung oder solche Technologien mit einer guten Wirtschaftlichkeit, wie luftgeführter Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel und weniger effizienter Wärmepumpen... Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011..."

Weiter Informationen zur Wiederaufnahme des Marktanreizprogramms finden Sie => hier

Weitere Informationen zum neuaufgelegten Marktanreizprogramm finden Sie => hier


Städtischer Energiesparpreis in Nürnberg verliehen

(Vi, Stadt Nürnberg) Am Mittwoch den 7. Juli 2010 hat Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann drei städtischen Dienststellen und Eigenbetrieben den Energiesparpreis 2010 der Stadt Nürnberg verliehen. Die Preisträger haben sich durch ihren besonderen Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz ausgezeichnet. Es konnten drei Hauptpreise und ein Sonderpreis vergeben werden. Bei der Bewertung zählten zum einen die Energieverbrauchseinsparungen, zum anderen Maßnahmen zur Energieeinsparung im investiven und im organisatorischen Bereich. Auch die Motivation und Sensibilisierung von Nutzern und Mitarbeitern fand Eingang in die Bewertung. Der erste Preis ging an den Tiergarten Nürnberg, wo schon seit Jahren der Klimaschutz durch zahlreiche investive und organisatorische Maßnahmen ernst genommen wird.

Weiter Informationen zum Energiesparpreis in Nürnberg und zu den Preisträgern finden Sie => hier

Neue Broschüren der Obersten Baubehörde und des Bauministeriums

Energie und Ortsplanung

Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren hat eine Broschüre über Energie und Ortsplanung veröffentlicht. In der Broschüre werden Versorgungskonzepte und Grundprinzipien energieeffizienter Siedlungen auf der Ebene der Ortsplanung  vorgestellt.

Die Broschüre "Energie und Ortsplanung" finden Sie => hier

 

Bauen für die Zukunft

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Rahmen der Forschungsinitiative ZukunftBau die Broschüre "Bauen für die Zukunft - Plus Energie Haus" veröffentlicht. Vorgestellt wird das Plus-Energie-Haus des Bundesministeriums, das als Anschauungsobjekt zurzeit in mehreren deutschen Großstädten gezeigt wird. Die Expertise bietet technische Informationen und interessante Details zum Plus-Energie-Haus.

 Die Broschüre "Bauen für die Zukunft - Plus Energie Haus" finden Sie => hier

 


CHANGE-Umfrage: Energieeinsparpotenzial in kleinen und mittleren Betrieben (KMU) wird nicht voll ausgeschöpft

(Vi, CHANGE)) Das Projekt "CHANGE - Chambers promoting intelligent energy for SMEs" wurde von der EU und von Wirtschaftskammern aus 12 europäischen Ländern ins Leben gerufen, um die Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz für Klein- und Mittelbetriebe zu verstärken. In diesen Rahmen wurde eine Umfrage in mehr als 2.000 europäischen Unternehmen zum Thema Energieeffizienz in KMU durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Maßnahmen zu mehr Energieeffizienz in KMUs ergriffen werden und welche Faktoren hierbei hemmend wirken.

Die Umfrage brachte die Erkenntnis, dass sich die Verantwortlichen in KMUs zwar der Bedeutung des Klimaschutzes sowie der Vorteile energiesparender Maßnahmen bewusst sind. Das Energiesparpotential aber nur unvollständig genutzt wird. Als eine Ursache hierfür wird das Informationsdefizit genannt. Um KMUs in ihrem Bestreben nach mehr Energieeffizienz zu unterstützen, fördert die KfW-Mittelstandsbank zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft und Technologie Energieeffizienzberatungen bis Ende 2010 mit dem "Sonderfond Energieeffizienz in KMU" (Infos hierzu gibt's bei der EAM).

Hier einige der wichtigsten Ergebnisse:

Energie-Audits: in kleinen Unternehmen wenig genutzt
Obwohl 93% der Unternehmen Energieberatungen als sinnvoll erachten, haben nur 25 % der
Unternehmen bereits eine solche durchführen lassen. Der Anteil steigt mit der Größe der Unternehmen und in Staaten, in denen die Energieberatung finanziell unterstützt wird. KMU sollte die Nutzung von Energie-Audits erleichtert werden, so etwa durch eine Kofinanzierung durch die öffentliche Hand.

Energiecontrolling: immer noch nicht in größerem Umfang genutzt
Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen schätzt Energiemaßnahmen als sinnvoll ein, aber nur ein Drittel misst deren Auswirkungen. Über die Hälfte der Unternehmen, die ihre Messergebnisse offenlegten, registrierten Einsparungen von mehr als 10 % - womit das große Einsparpotential deutlich wird. Energie-Controlling- oder Energiemanagement-Systeme sind noch nicht weit verbreitet, obwohl diese zu einer Optimierung des Energieverbrauchs beitragen könnten. KMU sollten stärker zur Nutzung für sie geeigneter Systeme ermuntert werden. Die Vorteile dieser Systeme sollten dabei besser verdeutlicht werden.

Mehr zu der aktuellen Umfrage und zu dem Projekt CHANGE finden Sie => hier

Das KfW-Programm "Energieeffizienzberatung" finden Sie => hier


dena - Wettbewerb "Energieeffizienz in Kommunen - Gute Beispiele 2010"

(Vi, dena) Bis zum 10. September 2010 können Kommunen und Institutionen des öffentlichen Sektors an dem von der dena ausgerufenen Wettbewerb "Energieeffizienz in Kommunen - Gute Beispiele 2010" teilnehmen. Gesucht werden erfolgreiche und vorbildliche Energieeffizienz-Projekte, etwa in Rathäusern, in von Kommunen betriebenen Schulen, Kitas und Werkstätten oder auch im Bereich der kommunalen Straßenbeleuchtung. Als Wettbewerbsgewinner werden Projekte prämiert, die besonders vorbildlich, übertragbar und nachhaltig sind.

Die Preisträger werden öffentlich ausgezeichnet und erhalten Prämien von insgesamt 25.000 Euro.

Teilnahmebedingungen und weitere Informationen zum dena - Wettbewerb  "Energieeffizienz in Kommunen - Gute Beispiele 2010"  finden Sie => hier


Energieeffiziente IT senkt Stromkosten - Fallstudien der dena mit hervorragenden Ergebnissen

(dena) Öffentliche Einrichtungen und Kommunen können ihre IT-bedingten Stromkosten durch den Einsatz energieeffizienter IT-Geräte um rund 80 Prozent senken. Dies belegen Fallstudien, die die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bei der Berliner Polizei und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführt hat.

"Angaben zu Einsparpotenzialen durch Green IT beruhen häufig auf theoretischen Berechnungen. Umso wichtiger war es uns daher, anhand von Fallstudien aus der Praxis zu zeigen, dass hohe Energieeinsparungen durch die Beschaffung energieeffizienter IT-Geräte möglich sind," betont dena-Bereichsleiterin Annegret-Cl. Agricola.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die Berliner Polizei nutzen die standardmäßig geplante Ersatzbeschaffung, um alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Geräte zu ersetzen. Im Rahmen der dena-Fallstudien wurden die Auswirkungen des Gerätetauschs auf den Stromverbrauch und die daraus resultierenden Einsparungen untersucht. Gemessen wurden außerdem Einsparungen, die sich aus Verhaltensänderungen der Mitarbeiter ergaben, die zu energieeffizientem Nutzungsverhalten am Arbeitsplatz geschult wurden.

Bei der Berliner Polizei wurden alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Modelle ersetzt, die mit Unterstützung des IT-Dienstleistungszentrums Berlin beschafft wurden. Allein durch den Gerätetausch konnte der Stromverbrauch um 51 Prozent pro Rechner reduziert werden. Durch ein energieeffizientes Nutzerverhalten konnte der Stromverbrauch im Rahmen der Stichprobe um weitere fünf Prozent reduziert werden. So konnte für die Berliner Polizei eine Gesamteinsparung von 56 Prozent ermittelt werden. Wenn bis 2012 alle 9.000 Computer ausgetauscht sind, ergibt sich für die Berliner Polizei dadurch eine jährliche Stromeinsparung von rund 2,5 Mio. kWh. Dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen um 1.580 Tonnen pro Jahr. Der Einspareffekt ist hier besonders hoch, da etwa die Hälfte der Computer in den 145 Polizeidienststellen rund um die Uhr im Einsatz ist.

Im Falle des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie konnte durch den Austausch herkömmlicher Desktop-PCs gegen energieeffiziente Laptops pro Rechner sogar eine Einsparung von 74 Prozent erreicht werden. Weitere acht Prozent Einsparung wurden hier durch ein optimiertes Nutzerverhalten erzielt. Das ergibt eine Stromeinsparung je Computer von 82 Prozent. Insgesamt werden im BMWi durch die Beschaffungsmaßnahme und ein energieeffizienteres Nutzerverhalten ab 2011 jährlich etwa 105.000 kWh Strom eingespart, wodurch 62 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden.

Nach dem Willen der Bundesregierung soll Energieeffizienz bei der Beschaffung im öffentlichen Sektor eine größere Rolle spielen. So treten in Kürze die aktualisierte Vergabeverordnung (VgV) und die aktualisierte Sektorenverordnung (SektVO) in Kraft. Die neuen Verordnungen sehen unter anderem vor, dass beim Kauf neuer technischer Geräte und Ausrüstungen oder bei der Nachrüstung vorhandener technischer Geräte Angaben zum Energieverbrauch in der Leistungsbeschreibung eingefordert werden müssen. Der Energieverbrauch kann außerdem als Zuschlagskriterium bei der Vergabe der Beauftragung definiert werden.

Die Initiative EnergieEffizienz der dena bietet Beschaffern in öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen hierzu einen praxisorientierten Beschaffungsleitfaden und die Gerätedatenbank Office TopTen mit den energieeffizientesten Bürogeräten, die aktuell am Markt erhältlich sind. Die Abschlussberichte der beiden Fallstudien und alle weiteren Tools und Informationen zu Green IT sind online verfügbar unter www.energieeffizienz-im-service.de .

 


dena-Gütesiegel Effizienzhaus - Energieeffiziente Wohnhäuser auf den ersten Blick erkennen

(Vi, dena) Die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hat das Gütesiegel Effizienzhaus eingeführt, mit dem neu gebaute oder sanierte Wohnhäuser ausgezeichnet werden können, die einen besonders niedrigen Energiebedarf haben. Miet- und Kaufinteressenten, die ein energiesparendes Haus suchen, erhalten mit dem dena-Gütesiegel Effizienzhaus eine verlässliche Entscheidungshilfe, denn das Gütesiegel macht diese Häuser auf den ersten Blick erkennbar. Es wird nur vergeben, wenn der besonders niedrige Energiebedarf in einem qualitätsgesicherten Verfahren nachgewiesen wird. Unternehmen können ihre Effizienzhäuser mit dem Siegel entsprechend bewerben.

Mit dem Siegel werden Gebäude analog zu den Effizienzhaus-Standards der KfW-Förderbank eingestuft. Eigentümer von energieeffizienten Wohnhäusern können das Effizienzhaus-Gütesiegel direkt bei der dena beantragen. Der niedrige Energiebedarf ist entsprechend nachzuweisen. Dazu gibt es auf www.zukunft-haus.info/effizienzhaus ein Antragsformular, das zusammen mit den Informationen zum Nachweis an die dena geschickt wird. Nach Prüfung der Unterlagen erhält der Gebäudeeigentümer eine Effizienzhaus-Plakette sowie ein Zertifikat.

den Flyer zum dena-Gütesiegel Effizienzhaus finden Sie  => hier


Druckluft in Werkzeugmaschinen - Große Kostenreduktion durch preiswerte Sperrluft

(Vi, Drucklufttechnik 3-4/2010) In Werkzeugmaschinen zur Metallbearbeitung wird Druckluft auf vielfältige Weise eingesetzt. In den Betriebsanleitungen wird bezüglich der erforderlichen Druckluftmengen pauschal ein Vordruck von minimal 7,0 bar gefordert, obwohl Innerhalb der Maschinen auf verschiedene Druckniveaus reduziert werden muss. Der Tatsache, dass die größte Luftmenge bei niedrigem Niveau eingesetzt werden kann, schenkt man dabei keinerlei Beachtung. Dabei ist hier das Energieeinsparpotenzial beachtlich. In den meisten Fällen könnten rund 50 % an Kosten und Energie eingespart werden. Die Umwelt könnte um 1 bis 2 Millionen Tonnen CO2 entlastet werden, würde man die Druckluft für Werkzeugmaschinen auf dem tatsächlich benötigten Druckniveau bereitstellen.

Zu diesem Thema wurde in der Ausgabe 3-4/2010 der Fachzeitschrift Drucklufttechnik ein Artikel veröffentlicht, den unser Projektingenieur Stafan Kupp verfasst hat.

Den ganzen Artikel als PDF finden Sie => hier


Umfassende Information zum KWK-Gesetz und zur KWK-Förderung

(ASUE) Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) bezeichnet abkürzend das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Es wurde 2002 in Kraft gesetzt und zuletzt durch das Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung aus dem Jahr 2008 geändert; die relevanten Neuregelungen sind zum 1.1.2009 wirksam geworden.

Aufgrund der vielfachen Fragestellungen rund um das Thema Kraft-Wärme-Kopplung hat die ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. die wichtigsten Grundzusammenhänge und gesetzlichen Regelungen zusammengetragen und in einer Broschüre veröffentlicht.

Die Broschüre der ASUE finden Sie als pdf-Datei (645 KB) => hier
 


Neue Förderfibel Umweltschutz des Landesamtes Umweltschutz Bayern

(LfU Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat der "Förderfibel Umweltschutz" ein neues Gesicht und erweiterte Funktionen gegeben. Zukünftig enthält diese einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme im Umweltschutz nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Kommunen.

Eine weitere Neuerung sind die Suchkriterien. Sie umfassen jetzt die Suche nach Förderprogrammen über festgelegte Schlagworte, die Unterscheidung nach Förderart und Förderschwerpunkt des Programms und einen Schnellzugang zu besonders häufig gefragten Themen.

Außerdem finden Sie in der Förderfibel Umweltschutz auch weiterhin allgemeine Tipps zur Erlangung von Fördermitteln, einen Überblick über alle in der Förderfibel enthaltenen Programme sowie Details zu Förderhöhe, Antragstellung, Verwendungszweck und Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Programmen.

Die Förderfibel des LfU finden Sie => hier

 


Nürnberg legt neue energetische Baustandards fest

(Stadt Nbg., Bild: Dr. Schulze-Darup) Der Bau- und Vergabeausschuss der Stadt Nürnberg hat am 17. November neue "Energetische Standards und Planungsvorgaben" beschlossen. Sie gelten für alle Baumaßnahmen (Hochbau und Technik) der Stadt Nürnberg, d.h. für alle stadteigenen Gebäude, Einrichtungen und betriebstechnischen Anlagen der städtischen Ämter und Eigenbetriebe.

Nach den neuen Vorgaben werden Neubauten grundsätzlich im Passivhaus-Standard errichtet. Der Nachweis ist gemäß aktuellem Passivhaus-Projektierungspaket zu erbringen. Für Sanierungen im Gebäudebestand wurden für einzelne Bauteile Wärmedurchgangskoeffizienten als Obergrenzen definiert, die in etwa einer besseren energetischen Ausführung gegenüber der EnEV 2009 um durchschnittlich 20% entsprechen. Zusätzlich wurden Planungsvorgaben für die Bereiche Hochbau, Heizungstechnik, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik, MSR-Technik, für maschinelle Anlagen und zur Qualitätssicherung festgelegt. Hier wird u.a. zur Überprüfung der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle ein Blower-Door-Verfahren zwingend vorgeschrieben. Eine Betriebsanweisung TGA ist zu erstellen, eine Nutzereinweisung durchzuführen.
Die neuen energetischen Planungsvorgaben sind in einer „Checkliste Hochbau" zusammengefasst.


Neue Broschüre zum Energieausweis nach EnEV 2009

(BMVBS) Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat eine Informationsbroschüre "Energieausweis für Gebäude nach Energieeinsparverordnung (EnEV 2009)" veröffentlicht.

Mieter und Käufer können sich mit dem Energieausweis über die energetische Qualität des Gebäudes informieren. So wird es möglich, die Energieeffizienz in die Entscheidung zum Kauf oder zur Miete einer Immobilie einzubeziehen. Der Energieausweis soll auch Eigentümer ermuntern, die wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale ihrer Gebäude zu erkennen und Investitionen in mehr Energieeffizienz anstoßen. Damit werden Unternehmen und Haushalte von hohen Energiekosten entlastet und das Baugewerbe und das Handwerk vor Ort unterstützt.

Neben dem Energieausweis sind in der Broschüre auch die wichtigsten Forderungen der neuen EnEV 2009 dargestellt.

Die Broschüre finden Sie => hier   (pdf, 3,7 MB)

 


Handbuch für betriebliches Energiemanagement - Systematisch Energiekosten senken

Von der Initiative EnergieEffizienz ist ab Oktober 2009 das „Handbuch für betriebliches Energiemanagement - Systematisch Energiekosten senken" erhältlich. Dieses zeigt, wie ein effektives Energiemanagement im Unternehmen eingeführt werden kann. Dabei werden alle relevanten Handlungsebenen im Unternehmen angesprochen, von der Unternehmensleitung über die Betriebsebenen – wie Controlling und Produktion – bis zum Energiemanager, der die Einführung eines betrieblichen Energiemanagements begleitet.

Das Handbuch greift auch Themen wie Energieberatung und Energie-Contracting auf und gibt Entscheidungshilfen zur Einbeziehung dieser Energiedienstleistungen.
Kosten: 25 €

=> Weitere Infos zu dem Handbuch finden Sie => hier

 


"Wir handeln - gute Beispiele aus der betrieblichen Praxis zum Anregen und Nachahmen"

(LFU Bayern) Alle reden über den Klimawandel und darüber, dass es nun aber wirklich an der Zeit ist, etwas dagegen zu unternehmen. Umweltschutz ist wieder zum aktuellen Thema geworden, in der Berichterstattung wie auch in den Köpfen der Menschen. Doch wo kommen die zu Wort, die bereits jetzt oder schon seit langer Zeit aktiv zum Umweltschutz beitragen? Aus unserer Erfahrung bei der täglichen Arbeit am Bayerischen Landesamt für Umwelt, insbesondere bei der Erstellung von zahlreichen Branchenleitfäden wissen wir, dass es genügend Beispiele aus bayerischen Betrieben gibt, die umweltverträglich wirtschaften. Dieses Wirtschaften ist durchaus mit ökonomischen Vorteilen verbunden - wenn man es geschickt und systematisch angeht. Die vorliegende Neuauflage stellt weitere Maßnahmen aus dem betrieblichen Alltag dar und knüpft damit an die erste Auflage unserer Serie "Wir handeln" an.
 
Die Beispiele sollen zeigen, dass Umweltschutz in der Praxis machbar ist, nicht unbedingt viel Geld kosten muss und zu erheblichen Einsparungen führen kann.

Die digitale Version dieser Broschüre (kostenlos) finden Sie => hier


Energiemanagementsysteme kommen - DIN EN 16001 in Kraft

Mit dem 1. August 2009 trat DIN EN 16001 in Kraft. Die neue Norm beschreibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, das Unternehmen in die Lage versetzen soll, den Energieverbrauch systematisch und kontinuierlich zu reduzieren – unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmen.
 
Energiemanagement ist z. B. in Österreich und der Schweiz in Industrie- und Gewerbebetrieben ein bewährtes Instrument zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung der CO2-Emissionen. Beispiele aus Finnland zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen innerhalb von zwei Jahren nach Einführung des Energiemanagements zwei Drittel ihrer Einspar-Potenziale beim Brennstoff erschlossen hatten.

Mit Energiemanagementsystemen werden die vorhandenen Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Senkung von Kosten ermittelt und dokumentiert. Ergebnis sind Empfehlungen, mit welchen Maßnahmen und zu welchen Kosten Energie eingespart werden kann. Letztendlich dient es zur Bewertung des Energieverbrauchs im Unternehmen und der fortlaufenden Verbesserung der Energieeffizienz. Effizienzpotenziale in der Industrie verstecken sich in Produktionsprozessen und Querschnittstechnologien, der Verminderung des Energieeinsatzes durch Optimierung von Materialströmen, durch energieeffiziente Produktinnovation und Dienstleistungen sowie durch die Nutzung verhaltensbedingter Einsparpotentiale. Trotzdem werden diese Potenziale bisher nur selten ausgeschöpft.
Das Meseberger Programm vom August 2007 sieht vor, dass mit der Wirtschaft bis spätestens 2013 eine Vereinbarung über die Kopplung von Vergünstigungen bei der Energie- und Stromsteuer an die Einführung eines Energiemanagementsystems getroffen werden soll.
 


Orientierungshilfe für Bauherren: Neues Online-Tool zum EEWärme-Gesetz

(EA NRW) Die EnergieAgentur.NRW hat ein Info-Tool entwickelt, das über die Nutzungsvarianten Erneuerbarer Energien sowie mögliche Alternativen im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen für Neubauten informiert. Wer Bauherr ist oder bald werden möchte, erhält wichtige Hinweise, wie sich an einem Neubau die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erfüllen lassen.

Am 1. Januar 2009 ist das EEWärmeG in Kraft getreten. Das Ziel des Gesetzes ist, eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Wärme aus Erneuerbaren Energien zu fördern. Denn das dient dem Klimaschutz, bewirkt eine Schonung fossiler Ressourcen und die Minderung der Abhängigkeit von Energieimporten.

Der Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme (Raum-, Kühl- und Prozesswärme sowie Warmwasser) soll bis zum Jahr 2020 auf 14 Prozent erhöht werden. Um dieses Ziel bundesweit zu erreichen, müssen Bauherren seit dem 1. Januar 2009 dafür sorgen, dass ein bestimmter Mindestanteil vom Wärmeenergiebedarf des neu errichteten Gebäudes durch Erneuerbare Energien gedeckt wird. Den Eigentümern bleibt dabei die Wahlfreiheit, ob Sie beispielsweise eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung, eine Holzpelletheizung, eine Wärmepumpe, oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW) nutzen.

Die Anforderungen des EEWärmeG lassen sich alternativ durch den Einsatz von Nah- und Fernwärme mit einem bestimmten Anteil aus Erneuerbaren Energien, Abwärme, KWK-Anteil (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung) oder durch einen verbesserten Wärmeschutz der Gebäudehülle erfüllen. Auch eine Kombination verschiedener Maßnahmen ist möglich. Diese neue Vorschrift gilt für die meisten Wohn- und Nichtwohngebäude.

Das Tool findet sich im Internet unter: www.energieagentur.nrw.de/eewaermegesetz
 

Stadt Herzogenaurach: European Energy Award® geschafft!

(Re) Als eine der ersten Bayerischen Kommunen erhält die Stadt Herzogenaurach die Auszeichnung des eea® in Silber. Sie wurde im Mai 2009 zertifiziert. „Die Stadt Herzogenaurach beweist damit, dass ihr Engagement für Energieeffizienz auf kommunaler Ebene zielgerichtet weiter entwickelt wurde". erklärt Martin Reuter, EnergieAgentur Mittelfranken (EAM). Die EAM begleitet die Stadt Herzogenaurach seit 2006 im Rahmen des Bayerischen Pilotprojektes zur Einführung des eea® in Bayern. Sie übernimmt die Rolle des Beraters und Moderators des „Energieteams“. Träger des eea® in Bayern ist das Bayerische Umweltministerium.

Für den langfristigen Erfolg bei der Durchführung des eea® ist entscheidend: Ein gut durchdachtes energetisches Leitbild und eine stringente Umsetzung im kommunalen und politischen Alltag.

"Das kommunale Energieaudit ist für die Städte zunehmend ein wichtiges Instrument für eine sparsame Haushaltsführung", erläuterte Bürgermeister Hacker. "Höhere Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit erreichen wir, indem wir ein kurz- und mittelfristiges energiepolitisches Arbeitsprogramm erstellt haben. Beispielhaft sind auch die neue große Photovoltaikanlage in der Cuntz-Reyther-Grundschule des Ortsteils Niederndorf oder die energieeffiziente Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet“.

Bei der Zertifizierung wird aber nicht nur der monetäre Effekt der Maßnahmen bewertet, sondern gleichzeitig auch der Modellcharakter der in den Kommunen durchgeführten Projekte zur Energieeinsparung. "Wichtig ist, dass die ausgezeichneten Kommunen Vorbilder für andere sein können", so Reuter. Regelmäßige interne und externe Kontrollmechanismen sorgen dafür, dass eine langfristige Optimierung des Energiebereichs gesichert wird. Bislang nehmen bundesweit 166 Kommunen am eea®  teil, ca. 50 wurden bereits zertifiziert.

Z
um Foto: Erster Bürgermeister Dr. German Hacker vorbildlich und energiesparend auf dem Rad


Bayerisches Förderprogramm: Energieeffizienzmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat ein Förderprogramm für Energieeffizienz- und andere Umweltmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft aufgelegt.
Gefördert werden Umweltschutzinvestitionen auf den Gebieten Abwasserreinigung, Luftreinhaltung, Lärm- und Erschütterungsschutz, Abfallwirtschaft, Energieeinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien, Boden- und Grundwasserschutz, Maßnahmen zur Altlastenerkundung und -sanierung sowie Investitionen im Rahmen von besonders klimaschutzrelevanten Vorhaben.

Förderfähige Vorhaben sind z.B.:

  • Effiziente Maschinen/Anlagen, die mindestens 30 % weniger Energie verbrauchen als die zu ersetzenden Maschinen.
  • Wärme-/Kälterückgewinnung, die mindestens 30 % des vorhandenen Wärmepotentials zurückgewinnt.
  • Stromsparende Beleuchtung, die mindestens 40 % weniger Energie verbraucht als die bisher eingesetzte Beleuchtung.
  • Strom- und Spitzenlastmanagmentsysteme, die den Stromverbrauch um mindestens 30 % reduzieren.

Nähere Infos zu dem Förderbedingungen finden Sie => hier


Die Mitglieder der EnergieAgentur Mittelfranken e. V. sind: