Dank der Energieagentur Mittelfranken (EAM) und der Fachhochschule Nürnberg kann die
Stadt Bad Windsheim schon bald mit einer 26 Grad warmen Thermalquelle für sich
werben.
Der Kurort hatte kürzlich eine
neue, über 1250 Meter tiefe Bohrung vornehmen lassen, um auf weiteres,
möglichst warmes Solewasser (Wasser mit über fünf Prozent Mineraliengehalt) zu
stoßen. Tatsächlich fand sich dieses heilkräftige Wasser aber nur in 200 und
450 Meter Tiefe.
Dank EAM und FH war die Bohrung
trotzdem nicht umsonst: In 1250 Meter der Tiefe ist das Erdreich 40 bis 45 Grad
warm. Wird das Solewasser dort hinunter befördert, nimmt es Wärme auf, von der
es einen Gutteil auch auf seinem weiteren Weg an die Erdoberfläche behält.
Jedenfalls mehr als genug, um das Kriterium für eine Thermalquelle (20 Grad
Wärme) zu erfüllen.
Wie nun die Bohrung zum Zweck der Wasser-erwärmung
optimal ausgenutzt und ausgebaut werden kann, berechnete die EAM
zusammen mit Professor Dr. Michael Deichsel von der FH Nürnberg mithilfe
aufwändiger Computersimulationen der Bohrungsverhältnisse und verschiedener
Ausbauvarianten. So fanden die Ingenieure eine Lösung mit Saugpumpe und
zusätzlichen Edel-stahlrohren, die rund um die Uhr einen Kubikme-ter Solewasser pro Stunde mit angenehmen 26 Grad Wärme an die Erdoberfläche sprudeln lässt.

Das Solewasser wird aus 250 und 400
Meter Tiefe bis in 1253 Meter Tiefe und von dort – erwärmt – wieder nach oben
befördert.